Wer kennt das nicht?
Man sitzt am Schreibtisch.
Einen dicken Hefter vor sich.
Muss lernen.
Doch es klappt einfach nicht.
Nichts will mehr in den Kopf.
Und in diesem Augenblick erliegt man der Faszination des Fensters.
Es kann natürlich auch der Computer, die Tastatur an sich, ein Buch oder sogar ein Locher sein.
Man wird wieder ein kleines Kind und findet alles faszinierend...viel faszinierender auf jeden Fall als der dicke Hefter, der wie eine tonnenschwere Last auf die Schultern drückt.
Und so bin ich der Faszination des Fensters erlegen.
Der schöne, fast nicht mehr vorhandene Schnee, die Bäume, grauer Himmel...
Wäre also die einzige Möglichkeit zu lernen ein Raum ohne Fenster und anderer Gegenstände als der dicke Hefter?
Würde das wirklich helfen oder fände man dann etwas anderes, was einen ablenkt...? Die einzelnen Seiten, die Klemme des Hefters...
Somit ist die tragischste Phase im Leben eines jeden Studenten die der Klausuren. das ganze Semester über schiebt man es vor sich her, denkt das man noch genügend Zeit zum lernen hat und dann, drei Tage vor der Klausur fragt man sich, wo diese Zeit denn nur hin ist. Diese Frage ist dann auch der Grund, warum man sich dann, während der Semesterferien vornimmt, das nächste Semester alles besser zu machen und viel zeitiger mit dem Lernen zu beginnen. Und im nächsten Semester sieht es dann nicht anders aus, als im vorangegangenen Semester. Man redet sich ein viel Zeit zu haben und findet diese dann nicht mehr. Wer weis wo sie sich nicht versteckt hat.
Und was kann ein Student denn auch dafür, dass kurz vor den Klausuren immer so lebenswichtige Sachen anstehen? Das ganze Semester verschonen sie uns, aber dann, wenn wir lernen wollen, dann überfallen sie uns...
Was lernen wir also daraus???
Genau:
NÄCHSTES SEMESTER WIRD ALLES BESSER ! ! !

